Hochleistungs-Computertomograph im Klinikum Mittelmosel

18. November 2016

Zell. Höchstmögliche Bildqualität und Patientenkomfort

Am 18. November wurde im Klinikum Mittelmosel ein neuer Hochleistungs-CT in Betrieb genommen. „Es handelt sich um ein high end-Gerät, das nahezu keine Wünsche offen lässt“, beschreibt Geschäftsführerin Elisabeth Disteldorf.

Direkt offensichtliche Vorteile sind die große Röhrenöffnung mit einem Durchmesser von 80 cm sowie der bequeme und höhenverstellbare Untersuchungstisch. Damit wird den Patienten nicht nur das Platzieren erleichtert, sondern ein eventuelles Engegefühl genommen. Vor allem aber stecken hinter der modernen Optik des mehr als eine Tonne schweren Gerätes zahlreiche technische Optimierungen, mit der alle derzeit denkbaren CT-Untersuchungen ermöglicht werden.

Über eine spezialisierte Software lässt sich eine zeitliche Bildauflösung im Millisekundenbereich erreichen. Dies bedeutet, dass eventuelle Bildungenauigkeiten, die durch unwillkürliche Bewegungen des Patienten während der Aufnahme entstehen können, so verrechnet werden, dass dem Arzt eine detaillierte Darstellung zur Verfügung steht. Für den Patienten heißt dies, dass eventuell notwendige Mehrfachuntersuchungen vermieden werden.

Auch die Aufnahmezeit selbst ist mit dem neuen CT deutlich verkürzt. Dies ist insbesondere für verunfallte Patienten des Traumazentrum Mittelmosel oder für Akutkranke von wesentlicher Bedeutung. Denn damit sind deutlich schneller detaillierte Aufnahmen zu erhalten und entsprechend früher kann mit der Therapie begonnen werden. Die kürzeren Aufnahmezeiten kommen auch denjenigen Patienten zu Gute, die wegen Gelenkproblemen nicht jede Positionierung über eine bestimmte Zeit ruhig einnehmen können.

Auch Bildungenauigkeiten in Folge von Überlagerungen durch andere Organe oder durch Metallimplantate (z. B. Gelenkprothese) gehören mit dem neuen CT der Vergangenheit an. Die moderne Software bietet dem Arzt damit auch für schwierige Fragestellungen eine optimierte Darstellung, um eine noch genauere Aussage zum Gesundheitszustand zu treffen. Zusätzlich geht mit der modernen Technik auch eine deutliche Verringerung der Strahlendosis einher, um den Patienten in höchstem Maße zu schonen.

Der neue CT mit optimierter Bildqualität wird eingesetzt beispielsweise für diagnostische Untersuchungen zu Schlaganfall, Gefäßveränderungen, Unfallfolgen und Verdacht auf eine Krebserkrankung.

Zusätzlich zu den genannten Möglichkeiten der Bildgebung auf höchstem Niveau ermöglicht das neue CT – Gerät, das für Patienten des Klinikum Mittelmosel sowie des MVZ Mittelmosel eingesetzt wird, eine Vielzahl an minimal-invasiven Behandlungen. So können zum Beispiel Schmerztherapien bei Bandscheibenvorfällen oder Gelenkentzündungen, Biopsien des Knochens und der Weichteile, stabilisierende Eingriffe an den Wirbelkörpern sowie Anlage von Drainagen bildgestützt durchgeführt werden.

Die mit einer solchen Neuanschaffung verbundene Logistik und die organisatorischen Vorbereitungen sind umfangreich. Um auch währenddessen einen ununterbrochenen und reibungslosen CT-Betrieb zu gewährleisten, hatte das Klinikum Mittelmosel übergangsweise einen speziellen CT-Truck im Einsatz.